*Was tun mit dem Morphischen Feld?*

Als ich mit 13 Jahren im Zimmer meiner Mutter saß, hatte ich nur einen Wunsch: Ich wollte ihr einfach rüberbeamen und übermitteln, was ich fühlte. Dann wüsste sie sofort, was ich nicht in Worte fassen konnte. 

Worte sind nie so präzise wie Gefühle. Damals wusste ich nicht, dass das tatsächlich möglich. Ich fühlte mich unfähig zu kommunizieren, als ob meine Mutter eine andere Sprache spricht. Häufig fühlte ich mich anders als andere Menschen. Beim Erklärungsversuch, wie es in mir aussah, schaute ich in verständnislose Augen. 

Das habe ich lange nicht verstanden. Irgendwann gab ich es auf, Menschen meine inneren Bilder, Gefühle und Eindrücke beschreiben zu wollen. 
Geblieben ist das aufmerksame Beobachten meines Innenlebens. Heute höre ich von immer mehr Menschen, die ähnliche Erlebnisse und Empfindungen haben und hatten. 

Erst mit 22 Jahren hatte ich genug Selbstbewusstsein, meiner inneren Führung zu folgen. Mein Weg brachte mich arbeitsbezogen drei Jahre nach Indien. Dort lehrte mich das Leben vieles über meine inneren Zwiegespräche im Bezug auf die Welt. Ich lernte, die Zeichen der Umgebung klarer zu deuten und meine Energien entsprechend zu lenken. Viele Jahre der inneren Entwicklungsarbeit folgten. 

Etwa 2007 stieß ich erstmals auf den Begriff „Morphische Felder“. Der Inhalt spiegelte meine eigenen Erfahrungen wider. Alles war mir wohlbekannt. 
Nur konnte ich es bislang schwer in eigene Worte fassen. Ich wusste aber, dass und wie es funktioniert mit den Morphischen Feldern. 




Damit fanden viele Puzzleteile ihren Platz. Ich übte, meine Empfindungen als fühlender Mensch zu verbalisieren. Meine Umwelt reagierte erleichtert, ein Abbild von mir zu bekommen, was ich wahrnahm. 
Mir wurde bald zurückgemeldet, dass ich sehr klar und verständlich beschreibe, was ich fühle. Das war das komplette Gegenteil vorheriger Erfahrungen und eigener Glaubenssätze. Nach der fünften unaufgeforderten Rückmeldung dieser Art war ich endlich bereit, es zu glauben. 

Ich übte mich darin, noch präziser auszudrücken, was mein Innenleben mir schenkt. Ebenso entwickelte ich Ablaufprozesse bestimmter Entwicklungen im Persönlichkeitsbereich. Ich klärte emotionale Vorgänge und strukturierte die Lösung von Blockaden mit Hilfe der Informationen des Morphischen Feldes. Meine vermeintliche Schwäche wandelte sich durch konzentrierte Übung in eine Stärke. 
Seit über 10 Jahren bilde ich in der Methode „Das Morphische Feld nutzen“ aus und bringe Menschen bei, das Feld alltagstauglich zu nutzen. Dabei sehe ich als das Wichtigste, dass aller Anfang in uns selber liegt. Alles beginnt im eigenen Feld und mit unseren eigenen Themen. 

Die Informationen des Feldes nicht zu interpretieren und nicht zu werten, ist die große Herausforderung. 

Das Morphische Feld unterstützt meine Aufstellungsarbeit und schenkt mir Mut, die Informationen umzusetzen. Dieser Mut lohnt sich. Die Informationen führen mich an ungeahnte Kraftquellen. 
Das Netzwerk Morphischer Feldarbeiter - wie ich sie nenne - wächst stetig. Die regelmäßigen Erlebnisabende bringen Interessierte und Erfahrene zusammen. 

Eines ist allen klar: Ist der Kontakt zum Feld geknüpft, ist es vorbei mit dem „Betuppen“. Sie sind an ihrem wahren Kern angelangt.




  • Der Begriff morphisch wird meist als vereinfachter Ausdruck für morphogenetisch benutzt. 


Was sind Morphische Felder? Wir können uns das so vorstellen, wie ein weltumspannendes Informationsfeld. Alles was war, was ist und was kommt, ist gespeichert. Es hat der Mensch seinen freien Willen, sich nach eigenem Wunsch zu entscheiden. Wenn eine Frage an das Feld gestellt wird, die die Zukunft betrifft, so projiziert die Antwort meine Zukunft in Bezug auf meinen derzeitigen Entwicklungsstand. Das bedeutet, dass unter Beibehaltung meiner grundsätzlichen Wesensart die Zukunft so gestalten kann. 

Für mich ist das Morphische Feld eine Informationsquelle, die mir zu persönlichen Themen eine ehrliche Einschätzung gibt. Die Vermittlung der Information ist neutral.

Bei meinen Erlebnisabenden zum Morphischen Feld ist die Art, wie ich die Inhalte vermittele, jeweils individuell auf die derzeitigen Teilnehmer zugeschnitten. Die Inhalte sind gleich, doch die Art der Erklärung und die Beispiele sind unterschiedlich. Ich hole sie mir frisch aus dem Morphischen Feld. Hierzu ein persönliches Beispiel: 

Ein Eifeler Ehepaar kam zum Erlebnis-Abend. Die Frau war bereits intensiver mit Spiritualität vertraut. Ihr Mann kam ohne innere Überzeugung ihr zuliebe mit. „Zufällig“ ergab es sich, dass ich im Seminarraum beschäftigt war und sie nicht persönlich einlassen konnte. Mein Mann öffnete die Tür und begrüßte beide. Bei ihr sah er ihre Augen, und er hatte seine Schirmmütze tief ins Gesicht gezogen. Am Ende des Abends dürfen die Teilnehmer ihre Frage stellen und ich beantworte sie aus dem Feld. Als nur noch die beiden übrig waren, ließ er ihr den Vortritt. Also beantwortete ich ihre Frage aus dem Feld. Als er an der Reihe war, schaute er mich nur an. Und schon sprudelten bei mir die Antworten. 
Daraufhin fiel ihm der Unterkiefer runter und er sagte im schönsten Eifler Platt: 

„Dat is ächt nit woar. Ich kann de Frach net ens formuliere und du jiffst mir de rischtije Antwort.“ Zu deutsch: Das ist echt nicht wahr. Ich kann noch nicht einmal die Frage formulieren und du gibt mir die richtige Antwort.


Als er sich danach von meinem Mann verabschiedete, strahlte er diesen mit großen Augen an. Und als wir noch zusammen saßen, fragte mein Mann mich erstaunt: „Was hast Du denn mit dem gemacht???“ und erzählte mir, wie gebeugt und unter der Schirmmütze versteckt er vorher gekommen war. Da wurde mir einiges klar, und ich begann schallend zu lachen!







Das Leben darf leicht sein!! 

Wie gehst Du mit limitierenden Glaubenssätzen um?

                      © Karen Seelmann-Eggebert, #Aufstellung





Glaubenssätze - Wie kann ich sie nutzen?

Jeder kennt das. Da kommt etwas in den Alltag reingeschneit und dann --- entdecken wir unsere Glaubenssätze. Meist werden wir dadurch aufmerksam, dass ein Freund oder eine Freundin über das Thema gänzlich anders denkt.

Und dann stehen wir da und sind völlig sprachlos, wie jemand dazu eine gänzlich andere Wahrnehmung oder Meinung haben kann. Wie kommt es dazu? 
Jeder Mensch hat seine eigene Welt, in der er/sie lebt. Jeder sieht die Welt aus der eigenen Perspektive. Diese Perspektive bildet sich aus den vergangenen Erlebnissen, die unser Weltbild formen.
Und genau das ist der Punkt: 
Wir sehen die Welt heute oft mit den Augen der Vergangenheit. Wir nehmen die Welt mit den Ohren wahr, die die Sätze unserer Eltern gehört haben. Wir verbinden den heutigen Geruch mit den Erlebnissen unserer Vergangenheit. So funktioniert der Mensch.

Und mache Teile in uns haben noch nicht mitbekommen, dass inzwischen 2017 ist. Oder welches Jahr auch immer ... 

Unsere Umgebung 


Unsere Glaubenssätze wurden geprägt von dem, was wir in den (manchmal vielen) vergangenen Jahren als WIRK-lichkeit erfahren haben. Das wirkt bis heute in uns.
Unser Verstand sagt uns, dass das vielleicht Blödsinn ist, was wir da gerade denken. Doch das hilft oft nicht. Denn unser Körpersystem fühlt es anders. Und das hat den Vorrang. 
Und dennoch sind wir unseren Glaubenssätzen nicht hilflos ausgeliefert. 

Schau Dir in diesem Video an, was Du tun kannst, um Deine Glaubenssätze zu ändern:





Worum geht es bei der Veränderung? 


Deine 5 relevanten Schritte:


  • Gewahrsein
  • Erkenntnis
  • Liebevolle Aufmerksamkeit
  • Veränderung
  • Dranbleiben

Zuerst darfst Du Dir gewahr werden, was jetzt im Moment gerade bei Dir los ist. Das ist ein bereits großer Schritt. Denn heutzutage sind wir mit vielem beschäftigt, nur nicht mit uns selber.
Beobachte Dich und lerne Dich kennen. Dann wirst Du die eine und die andere Erkenntnis dazu gewinnen. Sieh es an mit der inneren Haltung von:

"Das ist ja interessant. Aha, wie spannend. Ach, so reagiere ich also." 
Nicke dabei ruhig anerkennend mit dem Kopf. Dann merkt Dein System, dass alles in Ordnung ist. 

Das ist die liebevolle Aufmerksamkeit. Annehmen dessen, was ist.
Erst jetzt kannst Du beginnen, etwas verändern zu wollen. 

Veränderung


Nun beginnt der spannende Prozess der Veränderung. Hier ist es wichtig, nichts zu wollen. Jetzt magst Du sagen "nichts zu wollen ist doch Unsinn! Ich will es aber doch verändern!"
Ja, und wenn Du mit dem Kopf durch die Wand willst, dann erzeugst Du Widerstand. Dann gehe noch mal zurück zum liebevollen Annehmen. Es verändert sich immer nur die GEGENWART. Wenn wir mit der Gegenwart kämpfen, so hat Byron Katie mal gesagt, verlieren wir immer. 

Eine weise Aussage.

Erfolgreich sein


Du hast dann Erfolg, wenn Du einfach immer an den Themen dranbleibst. Erfolg entsteht durch dranbleiben und immer weiter zu beobachten.
Sei milde mit Dir, damit Du Deinem System vermittelst, dass alles in Ordnung ist. Je besser Du das schaffst, umso leichter geht es Dir von der Hand. Und Du wirst zusehen können, wie die Veränderung einfach Einzug hält in Deinem Leben.  
Behalte den Fokus auf Dein Ziel gerichtet. Wo möchtest Du hin? Wie willst Du Dich fühlen? Woran bemerkst Du, dass Du Dein Ziel erreicht hast? Geh mit allen Sinnen in die Vorstellung. 
Für Deinen Körper ist es egal, ob Du Dir etwas "nur" vorstellst oder es tatsächlich erlebst. Er verarbeitet das adäquat. Und integriert es für Dich.

Glaubenssatz-Aufstellungen


Eine besonders spannende Arbeit ist die Aufstellungsarbeit mit Glaubenssätzen.
Sowohl die Verstandesseite wie auch die Gefühlsseite werden dabei berücksichtigt.
So kann ein ganzheitliches Ergebnis sich zeigen. Die gute Begleitung des Prozesses ist nur mit achtsamer Haltung möglich.
Es ist auch hier die liebevolle Aufmerksamkeit. Der Prozess ähnelt dem obigen in der eigenen Glaubenssatzarbeit.  

Jeder Wandel zeigt sich in dem strahlenden Gesicht meiner Klienten. Plötzlich wird Energie frei, die vorher gebunden war. Es eröffnet sich eine Perspektive, die vorher nicht wahrgenommen werden konnte.

Bereits seit 2005 bin ich in der Aufstellungsarbeit unterwegs und sehe mich daran nicht satt. Es ist immer wieder ein neues Erleben, das für mich spannender nicht sein kann. 

Meine Erfahrung inzwischen auch in der von mir angebotenen 
Ausbildung in Aufstellungen weitergeben zu dürfen, ist mir wichtig und wertvoll. 

Es werden sowohl Theorie wie auch Praxis miteinander verwoben und auch die eigene Persönlichkeit und Individualität. Denn diese sind es, die jeden Aufstellungsleiter so besonders machen.

Und das ist oft auch ein wichtiger Lernprozess, wenn die Teilnehmer lernen, sich selber so anzunehmen, wie sie sind. Und das wiederum ihren eigenen Klienten weitergeben.

Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen mit, die sich mit den Elementen ergänzen lassen, die genau zu ihm oder ihr passen.