Systemische Aufstellungen – Was ist das genau?

„Das Leben darf leicht sein.“ Das ist das Motto von Karen Seelmann-Eggebert, Coaching & Consulting, Eifel.
Warum machen wir es uns denn manchmal so schwer? Um diese Frage zu klären, hilft es, mich zunächst einmal selbst zu verstehen. 

  • Was sind meine Triggerpunkte? (das sind die berühmten ‘Knöpfe’, die gedrückt werden)
  • Welche unterbewussten Programme laufen automatisch in meinem System ab, ohne dass ich es merke? 
  • Wer oder was genau hat mich da eigen-tlich getriggert? 
  • Wir meinen oft, dass wir für alle unsere Probleme direkt eine ausgereifte Lösung parat haben müssten. Das fällt allerdings besonders schwer, wenn ich mich in einem Zustand der emotionalen Überforderung befinde! 

Und genau darum geht es: An meinem inneren Zustand zu arbeiten. Mechanismen zu finden, die mich aus den Zuständen der Überforderungen herausholen. Klarheit zu gewinnen. Das schaffe ich, indem ich erstmal nur hin-schauen, zu mir selbst, auf meine Geschichte. Und genau dabei helfen Familien- bzw. Systemische Aufstellungen

Mein Umfeld 

Der Anspruch nach Perfektion an die eigene Person kann ein großes Hindernis für die persönliche Entwicklung darstellen. Es ist nachvollziehbar, dass ich den Perkfektions-Anspruch auch auf mich übertrage, wenn es so scheint, als sei die ganze Welt um mich herum primär von Zahlen, Daten und Fakten gesteuert. Mein Ratio scheint zu meinem größten und wichtigsten Werkzeug geworden zu sein. Alles muss nachgehalten, analysiert und verstanden werden, um es schlussendlich besser zu machen. Parallel dazu halten immer mehr fernöstliche oder indigene Traditionen bei uns Einzug, die mir einen anderen Lebensstil vermitteln wollen. Yoga und Meditation, und auch schamanische Rituale gewinnen immer mehr Aufmerksamkeit. Worum geht es hierbei? 

  • Achtsamkeit 
  • Den Fokus auf die eigene Intuition legen
  • Mich selbst wahrnehmen
  • Meinen Atem spüren 

Dies scheinen banale Dinge zu sein, weil ich ihnen heutzutage keine oder wenig Wertschätzung entgegenbringe. Letztlich sind es fundamentale Aspekte meines Lebens, die das Leben überhaupt erst ermöglichen. Der Atem ist mein Motor. Meine Intuition ist mein Navigationssystem. Meine Wahrnehmung – physisch sowie emotional – ist das präziseste und direkteste Feedbacksystem, auf das ich zurückgreifen kann. Mein Verstand hat mit alledem erstmal nichts zu tun. Vielmehr geht es hierbei im Kern um meine Emotionen und den Umgang, den ich damit pflege. 

Werkzeuge

„Ratio“ versus „Emotio“, Kopf versus Bauch, Verstand 

versus Gefühl. Beide Seiten sind wichtig, denn beides sind Werkzeuge, die uns geschenkt wurden. Es gilt, sie besser für uns zu nutzen. Keines ist besser oder schlechter als das andere, sie dienen nur unterschiedlichen Zwecken. Schwierig wird es dann, wenn mein Verstand die Kontrolle für mich übernimmt. Wenn meine Emotionen für meinen Verstand nicht verifizierbar sind und deshalb zur Seite geschoben werden, weil sie mich von meiner Effektivität im alltäglichen Tun abhalten. Somit entsteht ein Ungleichgewicht in meinem System. So schrieb Osho in seinem Buch: „Der Verstand fürchtet sich ständig. Im Grunde fürchtet er sich nur vor einem: Dem Herzen. Denn der Verstand ist im Körper eigentlich nur als Hilfsdiener eingesetzt, doch hat er es geschafft, zum Geschäftsführer zu werden“ (Osho 2010, Beyond Enlightment).

„Geschäftsführer“ sein mittels Aufstellungen

Wir können die Steuerung übernehmen und den Verstand für uns arbeiten lassen, anstatt uns blind von ihm anführen zu lassen. Es gibt hilfreiche Methoden, die uns dabei helfen können, uns und unser System besser zu verstehen. Aufstellungen helfen, die eigene Situation aus der externen Beobachterrolle heraus zu betrachten. Das schafft Distanz und ermöglicht einen neuen, frischen Blick auf die Situation, die uns für gewöhnlich emotional überrollt, weil wir mitten drin stecken und den Überblick verlieren. Aufstellungen bringen uns ins Fühlen. Sie helfen uns wieder mehr wahrzunehmen, was unser Körper uns sagen möchte. Als Klient mit einem Auftrag lernen wir unsere Situation von außen kennen. Als Stellvertreter lernen wir uns in unterschiedliche Rolle hineinzufühlen. Erfahrungsgemäß beinhaltet jede Stellvertreterrolle auch Aspekte des eigenen Lebens. Aufstellungen helfen dabei, mehr auf unsere Intuition zu hören, unser Bauchgefühl wiederzuerkennen. Wenn wir diese Zugänge zu uns selbst und unserem Gefühl wiedergefunden haben, fallen beispielsweise anstehende Entscheidungen nicht mehr so schwer.Mit der Entscheidung eine Aufstellung durchzuführen, nehmen wir quasi dem Verstand den „Geschäftsführerhut“ ab. Wir geben ihn weiter und setzen diesen unserer Wahrnehmung bzw. unseren Emotionen auf. Nun tragen diese den Hut und geben den Ton an. Diverse Erfahrungen zeigen, dass im Nachgang einer Aufstellung, in der zunächst das Wahrnehmen und Fühlen im Mittelpunkt steht, der Verstand folgt und die einzelnen Aspekte für sich stimmig zusammenfügt. Der Unterschied besteht darin, dass wir zuvor die Priorität auf unsere Wahrnehmung gesetzt haben. Steve Jobs 

(2005, Stanford Commencement speech) hat es etwa so formuliert:
„You can’t connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something: your gut, destiny, life, karma, whatever. Because believing that the dots will connect down the road will give you the confidence to follow your heart, even when it leads you off the well worn path.“

Wir kennen diesen Spruch als “Das Leben wird nach vorne gelebt und rückwärtig verstanden.”
Es geht also darum, die Erfahrungen rückblickend zu verstehen und nach vorne schauend auf das Leben zu vertrauen. Unser Herz führt uns den richtigen Weg.

Am Puls der Zeit mit Aufstellungen

Aufstellungen beanspruchen die emotionale sowie die rationale Seite gleichermaßen, um ein ganzheitliches Ergebnis bzw. Erlebnis zu erzielen. Gerade das Begleiten dieses Prozesses und die Herausforderung, die Verbindung zum Klienten zu halten, macht unter anderem die Faszination für die Aufstellungsarbeit aus. Auch nach langjähriger Aufstellungserfahrung lernt der Mensch nicht aus. 
Karen Seelmann-Eggebert

 arbeitet mit und lehrt selber die Leitung von Aufstellungen in der Eifel mit dem kraftvollen Mix aus Theorie und Praxis. Somit liefert sie das Gefühl dafür, welche Methoden dem Interessenten und Lernenden besonders liegen. 
Ihre Kunden profitieren von dem umfangreichen Repertoire mit unterschiedlichen Elementen, die das Bekannte mit dem Neuem verbinden. Selbst erfahrene Aufsteller freuen sich, in Weiterbildungen am persönlichen Aufstellungsstil zu feilen und ihre eigene Note deut-licher zum Ausdruck zu bringen.
Bei Interesse an Aufstellungen, verfeinerter Leitung als System-

Aufsteller oder an begleitendem Coaching einfach melden unter info@karen-live.de.  

(Visited 45 times, 1 visits today)